Grundsätzlich gilt: Das kommt immer darauf an, was Ihr Ziel mit der Genossenschaft ist.
Prinzipiell macht ein Konstrukt immer dann Sinn, wenn die Erträge wesentlich besser sind, als die Ausgaben.
Das gilt auch für die Genossenschaft.
Es hilft oftmals, sich vor Augen zu führen, dass die Genossenschaft „die kleine Schwester“ der GmbH ist.
Sie zahlen also ebenso Körperschafts- und Gewerbesteuer.
Dazu kommen dann noch neben den Gründungskosten, die wesentlich höher sind als bei einer GmbH, auch die laufenden Kosten im Jahr.
Womit müssen Sie also rechnen?
Bei den Gründungskosten können Sie sich auf mindestens 15.000 € einstellen. Darin sind dann jedoch noch nicht weiterführende Dinge enthalten wie bspw. die Einbringung von Werten.
Die höheren Kosten begründen sich ganz einfach in einem höherem Aufwand: Der Verband muss ein Gutachten erstellen, ein Business- und Finanzplan muss erstellt werden, die Satzung muss korrekt und individuell ausgestaltet werden, was ein sehr komplex ist, usw.
Werden dann noch Werte eingebracht muss dies mit der entsprechenden steuerlichen und juristischen Expertise erfolgen.
Zu den Gründungskosten kommen dann noch die laufenden Kosten von ca. 6.000 – 7.000 € / Jahr.
Erfahrungsgemäß können wir sagen, dass sich die Genossenschaft erst ab einem Wert von 2,5 – 3 Mio. € lohnt.
Eine Ausnahme besteht dann, wenn Sie die Genossenschaft gründen um gemeinsam Investments tätigen zu können, die Sie alleine nicht machen könnten.
Genau aus diesem Grund ist das Erstgespräch bei uns auch kostenlos – um genau das gemeinsam zu erörtern.
Ein Beispiel:
Sie haben ein Vermögen von 50 Mio. € und möchten Ihr Vermögen so umstrukturieren, dass Ihre Erben im Falle Ihres Todes keine Erbschaftssteuer zahlen müssen.
In diesem Fall lohnt es sich zunächst zu überlegen, wann dieser Fall mutmaßlich eintreten wird und dann zu kalkulieren, ob sich die Genossenschaft hierfür lohnen würde.
In diesem Fall können Sie mit der Einbringung Ihrer Werte in die Genossenschaft von Gründungskosten in Höhe von ca. 50.000 € ausgehen.
Sie können sicher über 10 Jahre rechnen, bis sich diese wieder eingespielt haben.
Hinzu kommen 6.000 – 7.000 € an jährlichen Kosten.
Sie müssen also einen Vorteil von 11.000 € jährlich haben, damit sich das Ganze trägt.